Welchen Wert haben meine Banknoten / Geldscheine?

Sie haben Banknoten oder Geldscheine geerbt und haben keine Ahnung,
was diese Stücke wert sind?

Was viele Leute nicht wissen: Das gefundene Papiergeld vom Dachboden oder auch die geerbten Reichsmarkscheine der Großeltern können erstaunliche Preise erzielen!

Wir helfen Ihnen mit einigen Faustregeln:

Am aussagefähigsten ist meist die Frage nach dem früheren Besitzer. Hat er viel Geld in seine Sammlung investiert, ist die Sammlung meist auch etwas wert, wurden nur kleine Beträge ausgegeben, ist der Wert auch nur gering.

Wenig wert sind normalerweise: Geldscheine mit hohen Auflagen, beschädigte, kaputte oder zerrissene Geldscheine, Spaß- und Fantasiegeldscheine. 

Was ist der Unterschied zwischen Banknoten und Geldscheinen?

Geldscheine sind Zahlungsmittel aus Papier oder auch einem vergleichbaren Material. Banknoten sind Scheine, die von einer Bank z. B. Deutsche Bundesbank ausgegeben werden.

Was ist Notgeld?

Notgeld ist ein aus einer Mangelsituation entstandener Geldersatz, der fehlende gesetzliche Zahlungsmittel ersetzt und von Staaten, Gemeinden oder privaten Unternehmen herausgegeben wird. Notgeld kann auch den Einsatz von Waren und Lebensmittel beinhalten (z. B.Brotmarken).

Wie wertvoll sind meine Banknoten oder Geldscheine?

Leider lässt sich eine Aussage über den Wert von Banknoten oder Geldscheinen nicht pauschal treffen. Ob alte oder neue, frühere oder moderne Banknoten oder Geldscheine wertvoll sind lässt sich nicht so einfach beantworten. Der Wert lässt sich meist nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage ermitteln. Im Sammelbereich und auch auf dem Verkaufsmarkt sind bei Banknoten und Geldscheinen mehrere Faktoren für den letztendlichen Wert des jeweiligen Stückes verantwortlich. Die Seltenheit bzw. Begehrtheit einer Banknote oder eines Geldscheins kann oft Aufschluss über den tatsächlichen Marktwert geben. Neben dem Nominalwert kann die Banknote oder der Geldschein auch einen Sammlerwert haben, der den Nominalwert in vielen Fällen übersteigt.

Der Zustand spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Der Zustand wird in der Regel in 4 Erhaltungsgrade eingeteilt (nach Katalog Rosenberg):

  • Zustand I (kassenfrisch): ohne jegliche Gebrauchsspuren, sauberes Papier, keine Knicke, Falten, Nadelstiche oder Einrisse.
  • Zustand II (leicht gebraucht): sauberes Papier, kleine senkrechte oder waagerechte Knickfalten.
  • Zustand III (gebraucht): Gebrauchsspuren, Verschmutzungen, Knickfalten, leichte Zerknitterung.
  • Zustand IV (stark gebraucht): deutliche Gebrauchsspuren, starke Zerknitterung, starke Verschmutzung, Einrisse oder fehlende Ecken.

Die Erhaltungsgrade Zustand V-VII sind hier zu vernachlässigen, da Stücke in diesen Erhaltungen, meist nicht auf dem Markt angeboten oder nur in den seltensten Fälle zu verkaufen sind.

Der Zustand einer Banknote oder eines Geldscheins ist entscheidend für den Wert und kann von Zustand III bis Zustand I bei ein und demselben Stück den Wert oft vervielfachen. Der Zustand sollte streng und objektiv bewertet werden.

Oft kann auch die Vollständigkeit einer Sammlung z. B. sind alle Banknoten einer Serie vorhanden, den Verkaufswert steigern.

Zudem können Fehldrucke, außergewöhnliche oder aufeinanderfolgende Seriennummern, sowie andere Alleinstellungsmerkmale in der Regel deutliche Steigerungen des Wertes bewirken.

Hochwertige Geldscheine werden heutzutage meist mit einem Attest oder einen Beleg eines Experten verkauft. Wenn Sie in einer Sammlung solche Atteste sehen, ist das ein Hinweis darauf, das die Sammlung wertvoll sein könnte. Das Fehlen solcher Atteste heißt aber nicht unbedingt etwas, da in früheren Jahren nur selten Atteste ausgestellt wurden und viele Sammlungen sehr lange gelegen haben.

Das gleiche gilt auch, wenn Sie bei der Sammlungen Rechnungen oder Loskarten von Auktionshäusern finden.

Eine Sichtung der Sammlung oder des Geldscheins ist deshalb immens wichtig und sollte auf jeden Fall gemacht werden.

Umgang mit Banknoten und Geldscheinen!

Ein vorsichtiger Umgang ist extrem wichtig, um den Wert der gefundenen, geerbten oder auch selbst gesammelten Banknoten nicht unnötig zu mindern. Vor allem beim klassischen »Dachbodenfund« alter Objekte sollten Sie zunächst überprüfen, in welchen Zustand sie sich befinden. Alte Geldscheine, die möglicherweise einer feuchten Umgebung ausgesetzt waren, besitzen häufig eine Anfälligkeit für Risse und können bereits bei vorsichtigem Umgang Schaden annehmen. Vermeiden Sie es, diese Banknoten wie alltägliche Euro-Scheine zu behandeln oder sie mit schmutzigen Fingern zu berühren.

Beim Umgang sollten Sie auch das Zufügen von Knicken unterlassen, die üblicherweise eine erhebliche Wertminderung darstellen. Es empfiehlt sich, die Stücke zur Begutachtung vorsichtig am Rand zu nehmen, statt sie grob mit den Fingern zu packen. Befinden sich die Geldscheine bereits in einem Album, sollten Sie idealerweise gar nicht erst herausgenommen werden.

Vermeiden Sie jedoch bitte folgende Fehler, um das Risiko von Wertverlusten zu minimieren.

  • Sortieren Sie keinesfalls die alten Banknoten.
  • Nehmen Sie die Geldscheine nicht mit bloßen Fingern aus dem Album.
  • Das Knicken unterlassen.
  • Alben trocken und lichtgeschützt lagern.

Wie kann man den Wert der Banknoten erhöhen?

Zwar kann durch die Vermeidung der aufgezählten Fehler eine gute Werterhaltung erreicht werden, jedoch ist eine Erhöhung dieses Wertes kaum realisierbar. Vor allem alte Stücke wie Inflationsgeld oder Notgeld aus den 1920er-Jahren leiden unter Versuchen zur Beseitigung vorhandener Fehler: Während das Papier zu empfindlich zur Schmutzentfernung ist, schadet das Ausbügeln von Knicken den Farben des Scheins. Die »Entfernung« von Rissen mithilfe von Klebeband sollten Sie ebenfalls vermeiden, weil die entsprechenden Banknoten danach meist schlechter aussehen als vorher und zudem weniger wert sind. Der wirksamste Weg zur Werterhöhung ist es also, Wertminderungen zu verhindern.

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Dr. Reinhard Fischer
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